Die Anzahl der Fettzellen
Fettzellen sind der Ort, an dem der Körper überschüssige Energie speichert. In einer typischen Fettzelle nehmen der Zellkern und andere Organellen nur einen kleinen Raum an einer Seite ein, während das Hauptvolumen der Zelle der Fettspeicherung dient, und das Zellvolumen kann mit dem Gewicht wachsen oder schrumpfen.
Die Anzahl der Fettzellen wird in der Pubertät festgelegt. Nehmen Erwachsene an Gewicht zu, steigt nicht die Zellzahl, sondern der Zelldurchmesser. Ein wichtiger Befund zur Adipositas ist, dass übergewichtige Kinder die Pubertät mit mehr Fettzellen abschließen als normalgewichtige Kinder. Selbst wenn diese Kinder im Erwachsenenalter Gewicht verlieren, bleibt die Zellzahl gleich — die zusätzliche Speicherkapazität ist einer der Faktoren, die übergewichtige Kinder im späteren Leben eher übergewichtig bleiben lassen.
Wie sich Fett im Körper verteilt
Die Fettverteilung unterscheidet sich zwischen Frauen und Männern. Bei Frauen sammelt sich Fett vor allem unter der Haut; bei Männern lagert es sich um die Organe im Bauchraum herum an. Dadurch schwillt der Bauch bei Männern an, während sich nur wenig subkutanes Fett ansammelt — weshalb die Fettabsaugung bei Männern nur wenig bewirken kann, da sie eine Technik ist, die subkutanes Fett entfernt.
Frauen haben genetisch bedingte Körpertypen, die nach den Regionen benannt sind, in denen sich subkutanes Fett ansammelt. Bei Normalgewicht kaum wahrnehmbar, treten diese Unterschiede bei Gewichtszunahme hervor. Beim android-Typ (Apfeltyp) verbreitert sich die Taille; beim gynoid-Typ (Birnentyp) sammelt sich Fett an den Hüften, wobei auch die Brust groß sein kann. Beim thyreoidalen Typ nehmen die äußeren Oberschenkel und Hüften an Fett zu, während die Brust meist nicht sehr groß ist; beim lymphatischen Typ verbreitern sich hingegen nur die Beine, einschließlich der Knöchel.
Wie die Fettabsaugung die Fettverteilung beeinflusst
Früher glaubte man, dass die Entfernung von Fett samt seinen Zellen bei der Fettabsaugung die Gesamtzellzahl verringert. Neuere Studien haben jedoch gezeigt, dass Stammzellen im Fettgewebe die Fettzellzahl wieder auf das in der Pubertät festgelegte Niveau zurückführen. Dieser Ersatz erfolgt jedoch über den gesamten Körper hinweg, während das regional reduzierte Fett niedrig bleibt. Wer nach einer Fettabsaugung an Gewicht zunimmt, kann daher feststellen, dass sich das Fett eher in anderen Bereichen als im behandelten zeigt, und die im behandelten Bereich verbliebenen Fettzellen können sich durch eine Vergrößerung ihres Zelldurchmessers ausdehnen.



