Doping existiert bereits seit der Antike, doch wirksame Dopingsubstanzen entstanden erst mit der modernen Pharmakologie, und sie werden nicht nur von Spitzensportlern eingesetzt. Einer Studie aus dem Jahr 2014 zufolge haben 6,4 % der Männer und 1,6 % der Frauen mindestens einmal solche Substanzen eingenommen. Die meisten davon, die auf eine Steigerung von Muskelkraft und Leistung abzielen, sind anabole androgene Steroide, Substanzen mit einer Wirkung ähnlich der von Testosteron.
Anabole Steroide und Brustvergrößerung bei Männern
Diese Substanzen werden in der Regel über einen bekannten Arzt oder eine Apotheke bezogen, wobei der Online-Verkauf in den letzten Jahren zugenommen hat — manchmal versteckt in Nahrungsergänzungsmitteln und direkt an die Haustür geliefert. Da sie nicht als zugelassene Arzneimittel entwickelt werden, sind ihre Inhaltsstoffe, ihre Wirksamkeit und ihre Nebenwirkungen häufig unbekannt. Manche anabolen Steroide wandeln sich in Testosteron um, während andere sich sowohl in Testosteron als auch in Östrogen umwandeln können.
Dies kann zu Nebenwirkungen auf beiden Seiten führen: Unter Testosteroneinfluss schrumpfen die Hoden, sinkt die Spermienzahl, treten Akne und Haarausfall auf; unter Östrogeneinfluss kommt es zu Erektionsproblemen und Brustvergrößerung (Gynäkomastie). Die meisten dieser Effekte bilden sich nach Absetzen der Substanzen von selbst zurück, doch das entstandene Brustgewebe kann zu einer dauerhaften Gynäkomastie führen.
Wie häufig ist Gynäkomastie?
Brustvergrößerung bei Männern ist keine Seltenheit. Während der Pubertät zeigt sich bei etwa 25 % der Jungen eine vorübergehende Vergrößerung, die sich bis auf rund 10 % der Fälle von selbst zurückbildet. Auch Übergewicht kann eine Gynäkomastie verursachen, da überschüssiges Fett eine Quelle von Östrogen ist. Unabhängig von der Ursache erzeugt Gynäkomastie einen erheblichen psychosozialen Druck: Studien zeigen, dass etwa 65 % der betroffenen Männer niedrigere Werte bei Körperwahrnehmung, Erektion, Orgasmus und Beziehungszufriedenheit aufweisen.
Korrektur der Gynäkomastie
Die Korrektur erfordert einen chirurgischen Eingriff unter Vollnarkose. Eine Ultraschalluntersuchung hilft festzustellen, wie viel der Vergrößerung auf Fett und wie viel auf Drüsengewebe zurückzuführen ist. Ist das Drüsengewebe minimal, genügt die Fettabsaugung allein. Doch selbst 1–2 cm Drüsengewebe lassen sich nicht durch Fettabsaugung entfernen — es ist zu fest, als dass VASER oder Laser es aufschmelzen könnten, weshalb es über einen kleinen Schnitt unter der Brustwarze entfernt wird, während das umliegende überschüssige Fett per Fettabsaugung behandelt wird.
Die beiden häufigsten Probleme bei der Gynäkomastie-Operation sind eine Brust, die noch immer zu groß wirkt, weil das Gewebe unter der Brustwarze nicht vollständig entfernt wurde, und das Gegenteil, eine Überentleerung unter der Brustwarze, sodass der Bereich am Brustmuskel anliegt und eingesunken wirkt. Bei sehr großen, hängenden Brüsten stellt überschüssige Haut eine weitere Herausforderung dar; Laser-Fettabsaugung kann die Haut bis zu einem gewissen Grad straffen, doch bei starker Erschlaffung kann eine Hautentfernung mit sichtbaren Narben notwendig sein.
Ein sichererer Weg zur Definition
Wer ein Sixpack ohne übermäßigen Aufwand möchte, ist mit einer hochauflösenden VASER-Fettabsaugung weitaus besser beraten als mit der Einnahme anaboler Steroide.



