Werdende Mutter — Schwangerschaft und ihre Auswirkungen auf den Körper

Schwangerschaft verjüngt: Mythen über den Körper einer Mutter im Faktencheck

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Der Schwangerschaft wird oft die Abnutzung des mütterlichen Körpers zur Last gelegt, doch Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass fetale Stammzellen ihn verjüngen können — und ein Mommy Makeover kann verbliebene Veränderungen wiederherstellen.

Jede Frau wünscht sich die Mutterschaft, doch es besteht die Vorstellung, dass eine Schwangerschaft den Körper einer Mutter verschleißt. Schlecht überwachte Schwangerschaften, danach nicht wieder verlorenes Gewicht, ein Erschlaffen der Brust nach ihrer Vergrößerung, Schwangerschaftsstreifen und gelockerte Bauchmuskeln können diese Vorstellung nähren. Auch das Empfangen und Gebären von Kindern ohne Pause kann für den Körper anstrengend sein.

Doch eine Schwangerschaft ist nicht zwangsläufig ein verformender Prozess. Der Anstieg von Östrogen während der Schwangerschaft belebt die Haut, stärkt Haare und Nägel und verleiht durch vermehrtes subkutanes Fett rundere, femininere Linien. Diese Veränderungen, die sich bis in die Monate nach der Geburt fortsetzen, können werdende Mütter tatsächlich schöner und attraktiver aussehen lassen.

Stammzellen und Schwangerschaft

Neuere Forschung zu Stammzellen deutet darauf hin, dass der Schwangerschaftsprozess die Mutter verjüngt und repariert. Dies geschieht durch Parabiose, bei der zwei unterschiedliche Lebewesen neun Monate lang denselben Blutkreislauf teilen. Fetale Stammzellen gelangen in den Kreislauf der Mutter, siedeln sich in geschädigten Bereichen an und wandeln sich in die für die Reparatur benötigten Zelltypen um, wobei die regenerierende Wirkung besonders in Leber-, Herz- und Muskelgewebe zu beobachten ist.

Die Bedeutung liegt darin, dass das Altern mit einem Rückgang der Anzahl und Leistungsfähigkeit der Stammzellen einhergeht. Der junge Fötus liefert jugendliche Stammzellen, die für die alternden Zellen der Mutter einspringen. In diesem Sinne fungiert die Schwangerschaft als eine ausgedehnte biologische Erneuerungsphase.

Schon bevor fetale Stammzellen bei Müttern nachgewiesen wurden, waren die gesundheitlichen Vorteile der Schwangerschaft dokumentiert: Eine große Studie stellte fest, dass eine Schwangerschaft die Rückfallrate bei Multiple-Sklerose-Patientinnen senkte, und Forschung über verschiedene ethnische Gruppen hinweg ergab, dass ein spätes letztes Kind die Lebenserwartung verlängerte.

Das Mommy Makeover

Ästhetische Veränderungen durch die Schwangerschaft lassen sich durch eine Reihe von Eingriffen korrigieren, die als Mommy Makeover bezeichnet werden und idealerweise 2,5–3 Jahre nach der Geburt durchgeführt werden (oder später, falls weitere Schwangerschaften geplant sind). Die häufigsten Eingriffe sind Bauchdeckenstraffungen und Bruststraffungen. Bei der Abdominoplastik werden die Bauchmuskeln gerafft, um eine innere Stütze zu schaffen und die Erschlaffung zu verringern; manche Schwangerschaftsstreifen können entfernt werden, während der Rest mit fraktioniertem Kohlendioxidlaser behandelt wird.

Bruststraffung nach der Geburt

Bruststraffungen behandeln das Erschlaffen und die Aushöhlung des oberen Brustpols, die durch das Anschwellen und anschließende Zurückbilden der Milchdrüsen entstehen — ein biologischer Vorgang, der unabhängig davon eintritt, ob eine Mutter stillt oder nicht. Wie stark die Brust erschlafft, hängt von der Hautelastizität, dem Alter der Mutter und dem Raucherstatus ab; Haut mit Schwangerschaftsstreifen erschlafft schneller, da sich ihre Struktur verändert hat.

Fettabsaugung nach der Geburt

Stillen ist eine der wirksamsten Möglichkeiten, nach der Schwangerschaft Gewicht zu verlieren, und das Gewicht tendiert dazu, sich nach dem Abstillen zu stabilisieren. Für verbleibende Überschüsse stehen Diät und Sport an erster Stelle. Bei lokalisierten Fettdepots ist die Fettabsaugung sehr hilfreich; begleitet eine Hauterschlaffung das Fett, wird die Laser-Fettabsaugung bevorzugt.

Verfasst von Prof. Dr. Ferit Demirkan, Plastische, Rekonstruktive & Ästhetische Chirurgie

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